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Deutsche Bracke

Deutsche Bracke

Weitere Namen / Varietäten:

FCI-Klassifizierung

Gruppe 6, Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen
Sektion 1, Laufhunde
1.3, Kleine Laufhunde
FCI-Nummer 299

Deutsche Bracke» zur Kurzbeschreibung

Rassestandard
(unter Einbeziehung des FCI-Standards vom: 15.09.1997)

Verwendung:

Laufhund

Geschichte:

Von den früher zahlreichen Brackenrassen ist in Deutschland nur die Westfälische Bracke erhalten geblieben. Ihr bedeutendster Lokalschlag war die dreifarbige Sauerländer Holzbracke. Durch Verschmelzung dieses Schlages mit örtlichen Steinbracken entstand ein Einheitstyp, der seit 1900 als „Deutsche Bracke“ bezeichnet wird.

Proportionen:

Die Erscheinung ist die eines leichten, hochstehenden, eleganten, doch kräftig gebauten Jagdhundes mit edlem, verhältnismäßig leichtem Kopf, gutem Behang und gut getragener, jedoch für die edle Gesamterscheinung des Hundes auffallend dicker Rute; leicht aufgezogener Leib.
Wichtige Proportionen: Die Kopflänge beträgt bei mittelgroßen Hunden etwa 21 cm, Fang bis zwischen Augen etwa 9 cm.


Kopf:

Leicht, trocken, langgestreckt. Von vorn erscheint der Kopf schmal und langgestreckt, der Oberkopf nur wenig breiter als die ganz schwach in den Fang verlaufende, nicht scharf hervortretende Backenpartie.

Oberkopf:
Schädel: Leicht gewölbt. Hinterhauptbein tritt hervor, aber sehr wenig.
Stop: Äusserst gering.
Gesichtsschädel:
Nasenschwamm: Er hat einen hellen, fast fleischfarbenen Streifen über der Mitte, während die Nasenflügel mehr oder weniger dunkel pigmentiert sind.
Nasenrücken : Sehr leicht gewölbt.
Lippen: Mäßig überfallend, Mundfalte klein.
Kiefer / Zähne: Äusserst kräftig und regelmäßig. Die Schneidezähne sind aufeinanderstehend, oder die Innenseite der oberen Schneidezähne berührt reibend die Außenseite der unteren. Die Fangzähne sind besonders stark entwickelt.
Augen: Dunkel, klar, mit freundlichem Ausdruck.
Behang: Er ist lang (etwa 14 cm) und breit (etwa 9 cm); gut anliegend, unten abgerundet.

Hals:

Mäßig lang und ziemlich stark im Verhältnis zum Kopf.

Körper:

Mäßig lang und ziemlich stark im Verhältnis zum Kopf.

Rute:

Lang, an der Wurzel nicht auffällig stark; zum Schutz gegen das Anschlagen an Stämme und Äste buschig lang behaart, deshalb verhältnismäßig dick, jedoch in eine Spitze verlaufend; etwas bürstig. Die Rute wird hängend oder in sanftem Bogen nach oben getragen.

Gliedmaßen:

Vorderhand: Hoch, sehr gut gebildet, trocken, feinknochig und sehnig; Schulter trocken, Ellenbogen gut anliegend.

Hinterhand: Keule mit Profil breit und voll; der Unterschenkel lang und nicht sehr breit, gut gewinkelt.
Pfoten: Länger als Katzenpfoten, derb, gut geschlossene Zehen.

Haarkleid:

Haar: Für einen kurzhaarigen Hund lang, sehr dicht, hart, fast stockig und auch der Bauch dicht und gut behaart; an der Unterseite der Rute meist etwas länger, eine geringe Bürste bildend; Keulen gut behost.
Farbe: Rot bis gelb mit schwarzem Sattel oder Mantel und den weißen Brackenabzeichen : durchgehende Blesse, weißer Fang mit Halsring (geschlossener Halsring ist anzustreben), weiß Brust sowie Läufe und Rutenspitze.

Maße / Gewicht:

Widerristhöhe Rüde: ca. 40 cm bis ca. 53 cm
Widerristhöhe Hündin: ca. 40 cm bis ca. 53 cm
Anmerkung: Eine geringe Überschreitung der Größe ist zulässig.


Fehler:

Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte und dessen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes zu beachten ist.
Langgestreckter, niedriger Körperbau.
Teckelkopf.
Behang spitzig, faltig oder kurz.
Sichel- oder Ringelrute.
Schlechte Läufe.
Gespreizte, schlechte Pfoten.
Schokoladenbraune Farbe.
Scheckige Hunde am Körper.
Hunde, die deutlich physische Abnormitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden.

NB:

Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.

 
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