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Kooikerhondje

Kooikerhondje

Weitere Namen / Varietäten:

Kleiner Holländischer Wasserwild-Hund

FCI-Klassifizierung

Gruppe 8, Apportierhunde, Stöberhunde, Wasserhunde
Sektion 2, Stöberhunde

FCI-Nummer 314

Kooikerhondje» zur Kurzbeschreibung

Rassestandard
(unter Einbeziehung des FCI-Standards vom: 16.02.2011)

Verwendung:

Jagd- und Begleithund, welcher zum Anlocken von Enten benutzt wird.

Geschichte:

Im Jahr 1942, während des zweiten Weltkrieges, hat die Baronin van Hardenbroek van Ammerstol begonnen diese Rasse wieder aufleben zu lassen. Sie gab ein Bild vom Typ des Hundes, den sie suchte, an einen Hausierer und bat ihn nach solchen Hunden Ausschau zu halten. Er fand eine Hundin, die nun allgemein unter dem Namen Tommy bekannt ist, in der Provinz von Friesland. Diese Hundin wurde die Ursprungshundin des Kooikerhondje. Der vorläufige Standard wurde vom „Raad van Beheer“ im Jahr 1966 genehmigt und seit 1971 ist die Rasse offiziell anerkannt.
Der Kooikerhondje wurde und wird noch immer beim Entenlocken benutzt. Seine Aufgabe ist es nach wie vor die Enten mit seiner frohlich wedelnden Rute in den Koder anzulocken; er jagd die Enten nicht. Er bewegt sich ruhig zwischen den Koder Trennwänden um die Enten neugierig zu machen und sie dann mehr in die Koder Tunnel hineinzulocken, wo die Enten dann in einer Falle gefangen werden. Sie werden entweder fur den Tisch getotet oder beringt fur ornitologische Forschung.

Proportionen:

Der Kooikerhondje ist ein harmonisch aufgebauter orange-roter, mehrfarbiger kleiner Jagdhund mit nahezu quadratischem Korperbau.
In der Bewegung trägt er seinen Kopf hoch und die gut befederte, frohliche Rute wird gerade oder oberhalb der Ruckenlinie getragen. Die Ohren haben schwarze Haare an den Spitzen, die sogenannten Ohrringe. Der Hund wird im naturlichen, ungetrimmten Haarkleid vorgefuhrt.
Wichtige Proportionen: Die Körperlänge von der Spitze der Schulter (Scapula-Humeral Gelenk) bis zum Sitzbeinhocker kann etwas länger als die Widerristhöhe sein. Schädel und Fang sind ungefähr gleich lang.

Verhalten / Wesen:

Lebhaft und aktiv, selbstbewußt und mit ausreichend Ausdauer und Durchhaltevermogen, gutartig und aufmerksam, aber nicht lärmend. Die Rasse ist zuverlässig, gelassen und freundlich.


Kopf:

Der Kopf ist von mäßiger Länge, der allgemeinen Erscheinung angepasst, trocken mit sanften Linien.
Oberkopf:
Schädel: Genügend breit, mäßig gewölbt.
Stop: Im Profil deutlich sichtbar, doch nicht zu tief.
Gesichtsschädel:
Nasenschwamm: Schwarz und gut entwickelt.
Fang: Im Profil gesehen nicht zu tief und etwas keilformig; von oben gesehen nicht zu stark zugespitzt und unter den Augen gut ausgefullt.
Lippen: Vorzugsweise gut pigmentiert, gut geschlossen und nicht überhängend.
Kiefer/Zähne: Scherengebiß, komplettes Gebiß ist wunschenswert. Zangengebiß zulässig aber weniger erwunscht.
Augen: Mandelförmig, tiefbraun mit freundlichem, aufmerksamem Ausdruck.
Ohren: Von mittlerer Größe, etwas über einer gedachten Linie von der Nasenspitze durch den Augenwinkel angesetzt.

Dicht an den Wangen ohne Falte herabhängend. Gut befranst, schwarze Haarspitzen („Ohrringe“) hochst erwunscht.

Hals:

Gut bemuskelt, von ausreichender Länge und trocken.

Körper:

Obere Profillinie: Sanfte Linie vom Widerrist bis zur Rute.
Rucken: Kräftig und gerade, ziemlich kurz.
Lenden: Von ausreichender Länge und Breite, gut bemuskelt.
Kruppe: Etwas abfallend und ausreichend breit; die Länge der Kruppe sollte 1.5 der Breite betragen.
Brust: Bis zu den Ellenbogen reichend mit genugender Rippenwolbung. Ausreichend entwickelte Vorbrust.
Untere Profillinie und Bauch: Etwas zur Lende aufgezogene Bauchpartie.

Rute:

Im Anschluss an die Ruckenlinie angesetzt. Auf Höhe der Rückenlinie oder gerade hoch darüber getragen (frohlich). Mit einer weißen Fahne gut befedert. Der letzte Rutenwirbel sollte bis zum Sprunggelenk reichen.

Gliedmaßen:

Vorderhand:
Schulter: Schulter ausreichend abfallend um eine klar fließende Linie vom Hals zum Rucken zu schaffen.
Oberarm: Gut gewinkelt zum Schulterblatt, welches von gleicher Länge ist.
Ellenbogen: Gut am Korper anliegend.
Unterarm: Gerade und parallel, kräftige Knochen von ausreichender Dicke und Länge.
Vordermittelfuß: Kräftig und leicht geneigt.
Vorderpfoten: Klein, leicht oval, kompakt mit gut geschlossenen Zehen, die nach vorne zeigen.


Hinterhand:
Allgemeines:
Gut gewinkelt, gerade und von hinten gesehen parallel. Kräftige Knochen.
Oberschenkel: Gut bemuskelt.
Unterschenkel: Gleich lang wie der Oberschenkel.
Sprunggelenk: Tief gestellt.
Hinterpfoten: Wie die Vorderpfoten.

Gangwerk:

Sollte fließend und federnd sein, gut ausgreifend und mit gutem Schub. Läufe parallel.

Haarkleid:

Haar: Mittellang, leicht gewellt oder glatt und dicht anliegend. Weiches Haar. Gut entwickelte Unterwolle.
Vorderläufe sollten mäßige Fransen haben, welche bis zu den Fußgelenken reichen. Hinterläufe sollen ziemlich lange befederte Hosen haben; keine Befederung unterhalb der Sprunggelenke. Das Haar am Kopf, vorne an den Läufen und an den Fußen soll kurz sein. Ausreichende Befederung an der Unterseite der Rute. Längeres Haar an der Kehle und an der Vorbrust. Ohrringe (lange fransige schwarze Haarspitzen) sind hochst erwunscht.
Farbe: Klar abgegrenzte Flecken von reiner orange-roter Farbe auf weißem Grund, obwohl ein paar kleine Flecken an den Beinen akzeptiert werden. Die orange-rote Farbe sollte uberwiegen. Etwas schwarzes Haar, welches sich mit der orange-roten Farbe vermischt und eine leichte Form der Tupfelung sind akzeptabel aber weniger erwunscht.
Kopfzeichnung: Eine deutlich sichtbare weiße Blesse bis runter zur Nase. An den Wangen und rund um die Augen sollte Farbe sein. Eine Blesse, die zu eng oder zu breit ist oder nur teil-farbige Wangen sind weniger erwunscht.
Ein schwarzer Ruten-Ring, wo die Farbe von orange-rot in weiß ubergeht ist erlaubt.

Maße / Gewicht:

bis ca. 40 cm
bis ca. 38 cm
Anmerkung: Toleranz: 2 cm uber oder 3 cm unter der Idealgroße sind zugelassen.


Fehler:

Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte und dessen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes zu beachten ist und seine Fähigkeit, die verlangte rassetypische Arbeit zu erbringen.
Zu kleine Ohren.
Halb aufgerichtete Ohren, „Fliegende Ohren“
Ringelrute.
Steppendes Gangwerk.
Lockiges oder seidiges Haar.
Farbe, die stark mit schwarzem Haar in den orange-roten Flecken vermischt ist.
Zu viel Tupfelung.
Uber der maximal Große oder unter der minimal Große.

Schwere Fehler:

Ängstliches Wesen.
Deutlich tief gestellte Läufe, unproportioniert.
Glassauge
Ruck- oder Vorbiß.
Zu kurze Rute, die nicht bis zu den Sprunggelenken reicht.
Weißes Haar an den Ohren, teilweise oder komplett.
Weißes Haar rund um die Augen, eins oder beide.

Ausschließende Fehler:

Aggressive oder ubermäßig ängstliche Hunde.
Hunde, die deutlich physische Abnormitäten oder Verhaltensstorungen aufweisen, mussen disqualifiziert werden.
Schwarz-weisse oder dreifarbige Farbe.

NB:

Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.

 
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